Was war noch mal ein Pop-Up-Radweg?

Huckepack macht nicht nur als Kind Spaß. Auch im Erwachsenenalter setzen immer mehr Leute auf dieses eher unter Kindern verbreitete Spiel. Doch gemeint ist in diesem Falle eine ganz besondere Art von Huckepack. Hier trägt nicht der eine Mensch den anderen, sondern der Zug das Fahrrad. Im Artikel über intermodale Verkehrskonzepte wird Jonas Ehlers auf seinem Weg in die Hochschule begleitet. Auch er fährt huckepack. Doch was nach Kinderspiel und Spaß klingt, geht im Raum Bremen ganz schön ins Geld.

Warum sind Fahrradtickets so teuer?

Huckepack macht nicht nur als Kind Spaß. Auch im Erwachsenenalter setzen immer mehr Leute auf dieses eher unter Kindern verbreitete Spiel. Doch gemeint ist in diesem Falle eine ganz besondere Art von Huckepack. Hier trägt nicht der eine Mensch den anderen, sondern der Zug das Fahrrad. Im Artikel über intermodale Verkehrskonzepte wird Jonas Ehlers auf seinem Weg in die Hochschule begleitet. Auch er fährt huckepack. Doch was nach Kinderspiel und Spaß klingt, geht im Raum Bremen ganz schön ins Geld.

Das Problem mit dem Parkraum.

Schauen wir uns in unseren Städten doch einmal um. Das Auto ist allgegenwärtig. Es gibt kaum eine Straße, an dessen Straßenrand keine Autos geparkt sind. Insbesondere hier in der Autonation Deutschland sind wir daran gewöhnt. Es wird vom überwiegenden Teil der Menschen als völlig selbstverständlich angesehen, dass wir Autos links und rechts der Straße, auf Rad- oder Gehwegen und fernab jeglicher Reglementierungen parken dürfen. Und niemanden stört es!

Die Zukunft heißt “intermodaler Verkehr”.

Das Mobilitätsverhalten ist im Wandel. Vor allem die junge Generation, also die Menschen unter dreißig und davon ganz besonders die Bewohner*innen von Städten, bewegen sich völlig anders fort als noch vor einigen Jahren. Denken wir zehn oder fünfzehn Jahre zurück. Das Auto war Statussymbol, ein gehegtes und gepflegtes Objekt der Begierde. Das ist heute in bestimmten Bevölkerungsgruppen gewiss auch noch so, doch der Blick in die Statistiken zeigt es: In einer repräsentativen Umfrage gaben 70 Prozent der 16- bis 29-jährigen an, dass das Auto für sie kein Statussymbol mehr sei.

Leihfahrräder für die Seestadt?

Mit dem Zug zur Arbeit pendeln und vom Bahnhof in den Betrieb radeln. Oder als Tagestourist*in aus dem Zug steigen, gemütlich den Deich entlang fahren und am neuen Hafen ein Fischbrötchen essen. Das ist momentan alles nur möglich, wenn man sein eigenes Fahrrad mitnimmt.

Fahrräder blockieren Gehwege.

Wer kennt es nicht? Ein E-Bike, welches den ganzen Gehweg zuparkt. Ein Lastenrad, das die Feuerwehrzufahrt blockiert. Oder Liegeräder, die die Kreuzungen uneinsehbar machen. Ganz allgemein: Fahrräder, die das Stadtbild unfassbar negativ prägen und die Verkehrssicherheit massiv beeinflussen.

“Farbe ist keine Infrastruktur.”

Ein Sonntagnachmittag im Oktober, ich warte auf die Ankunft meines ersten Gesprächspartners. Wir haben uns am Bahnhof Bremerhaven Lehe verabredet. Kaum angekommen, ertönt auch schon die freundliche Ansage, die den hier endenden Regionalexpress aus Hannover ankündigt und kurz darauf fährt der rote Doppelstockzug auch schon ein. Aus dem Fahrradwagen steigt Till Schierer aus. Er ist frische 17 Jahre alt, unter anderem Sprecher der hiesigen Grünen Jugend und überzeugter Radfahrer. Warum er als Bremerhavener überhaupt die kurze Strecke mit dem Zug angereist ist, klären wir später.

Wir brauchen die Wende!

Herzlichen Glückwunsch! Du liest den allerersten Beitrag auf der autofahr-ende.de-Plattform, meiner Abschlussarbeit. Kurz ein paar Worte zum Projekt: Ich möchte den Bedürfnissen der Bremerhavener*innen hinsichtlich des Radverkehrs eine Bühne geben und die Belange des nicht-motorisierten Verkehrs mittels einer Aufmerksamkeitskampagne in den öffentlichen Fokus rücken.
Alle innerstädtischen Verkehrsmittel abseits des Autos sind in der Seestadt zweit- oder drittrangig und im öffentlichen Diskurs quasi nicht vorhanden. Damit sich das ändert, wird meine kommende Arbeit in den nächsten Wochen und Monaten auf drei Stufen hinarbeiten.